Freitag, 18. August 2017

Auf dem Berg leuchten Kerzen

Auf dem brach liegenden Wildacker oben auf dem Hässelberg haben sich Königskerzen breit gemacht. 
Kerzengerade und
über zwei Meter hoch.
Oben auf dem Hässelberg bei Hankensbüttel befindet sich ein Wildacker. Solche Flächen sind eigentlich überhaupt nicht schön, werden sie doch angelegt, um Rehe und Hirsche anzulocken, damit der Jäger sie vom Hochsitz aus abknallen kann. Doch auf diesem Wildacker wachsen in diesem Jahr weder Mais oder Rüben noch andere Futterpflanzen, sondern er liegt brach und bietet allerlei Pflanzen, die sich vorzugsweise auf Brachflächen breit machen, einen Lebensraum. Zurzeit ist der Wildacker ein einziges Kerzenmeer. Dicht an dicht stehen dort die Königskerzen mit ihren leuchtend gelben Blüten. Die meisten von ihnen sind mindestens zwei Meter hoch.
Obwohl die Königskerze in Europa weit verbreitet ist und auch schon von Hippokrates und Hildegard von Bingen als Heilpflanze beschrieben wurde, erscheint sie ziemlich exotisch, fast wie eine Prärie- oder Wüstenpflanze.

Sind Königskerzen nicht wunderschöne Wildpflanzen?

Sonntag, 13. August 2017

Lila Landschaft

Blühendes Heidekraut – heute am Wegesrand auf dem Hässelberg südlich von Hankensbüttel fotografiert.
Wer Lust auf lila Landschaften hat, sollte jetzt zu uns in die Heide kommen. Zwar wird die die Heideblüte voraussichtlich erst Ende dieses Monats ihren Höhepunkt erreichen, aber vielerorts steht die Besenheide (Calluna vulgaris) bereits jetzt in voller Blüte – nicht nur auf den weitläufigen Heideflächen, sondern auch an Wald- und Wegrändern.
Tipp: Beim Tourismusverband Lüneburger Heide lässt sich die Entwicklung der Heideblüte anhand eines täglich aktualisierten "Blütenbarometers" – das zeigt zurzeit 25 Prozent an – und aktueller Fotos auch aus der Ferne verfolgen.

Dienstag, 8. August 2017

Blick aus dem Küchenfenster

Im Halbschatten unter dem Blätterdach des großen Nussbaums im Innenhof fühlt sich die Rispenhortensie offenbar so richtig wohl und entwickelt jedes Jahr aufs Neue üppige, champagnerfarbene Blütenrispen.
Das Schöne an Hortensien ist, dass sie ohne großen Pflegeaufwand so üppig und ausdauernd blühen. Sie sollten deshalb in keinem Garten fehlen. Auch wir haben etliche Exemplare. Allerdings stehen wir nicht so sehr auf die in kräftigen Blau- und Rottönen blühenden Hortensien. Umso mehr lieben wir unsere weiß blühende Kletterhortensie an der Nordwand und die Rispenhortensie mit ihren geradezu riesigen, champagnerfarbenen Blüten im Innenhof. Der Blick aus dem Küchenfenster begeistert uns jeden Tag aufs Neue.

So schön ist zurzeit der Ausblick aus dem Küchenfenster.

Mittwoch, 2. August 2017

Blühstreifen gegen Betonköpfe

Unser Blühstreifen vor dem Vorgartenzaun bzw. der Vorgartenmauer.
"Eine Schande" urteilten 70+-Dorfbewohner über unseren artenvielfältigen, naturnahen Vorgarten, in dem nichts in Reih und Glied steht. Uns ist egal, was die Leute sagen – wenn sie denn sonst keine Probleme haben ... . Uns gefällt der "wilde" Vorgarten, und die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge lieben ihn.
In diesem Sommer sind wir noch einen Schritt weiter gegangen und haben den eine Handbreit schmalen Streifen zwischen Gartenzaun und dem hässlichen Betonverbundsteinpflastergehweg in einen Blühstreifen verwandelt. Die Betonköpfe im Dorf sollen selbst entscheiden, ob sie das als Provokation oder Charme-Offensive empfinden.
Wir haben bereits viele Komplimente für den Blühstreifen erhalten – allesamt von Auswärtigen.

Zwischen dem grauen, toten Beton sprießt buchstäblich das blühende Leben.